Ehrlich gesagt: Ich blogge aus Eigennutz. Aber der ist hoffentlich auch für dich nützlich.
Ich verbringe gerade ziemlich viel Zeit damit, herauszufinden, wie sich KI-Tools sinnvoll in den eigenen Entwickler-Workflow einbauen lassen. Claude Code hier, Codex CLI dort, mal Opus für die kniffligen Sachen, mal Sonnet für den Rest. Vier-Augen-Prinzip, aber mit zwei Modellen statt zwei Menschen. Klingt nach einem Buzzword-Bingo, ist aber in der Praxis erstaunlich aufschlussreich, vor allem dann, wenn ein Modell etwas übersieht, das das andere sofort anmeckert.
Das Problem an solchen Experimenten: Man läuft permanent in dieselben Sackgassen. Konfigurationen, die in keiner Doku stehen. Edge Cases, bei denen man eine halbe Stunde verliert. Workflows, die auf dem Papier elegant aussehen und in der Realität nach drei Tagen aufgegeben werden, weil der Kontextwechsel zwischen Tools nervt.
Und genau deshalb schreibe ich darüber.
Nicht, weil ich glaube, dass ich die finale Wahrheit zum Thema KI-assistierte Entwicklung gefunden habe. Sondern weil ich, jedes Mal wenn ich nach einem konkreten Setup gesucht habe, dankbar war, wenn irgendjemand vor mir die Mühe gemacht hat, seine Erfahrungen aufzuschreiben, inklusive der Stolpersteine. Ein guter Blog-Eintrag ist manchmal mehr wert als die offizielle Dokumentation, weil er das beschreibt, was zwischen den Zeilen passiert.
Wenn ich also etwas Funktionierendes finde, schreibe ich es auf. Wenn ich gegen eine Wand laufe, schreibe ich auch das auf, vielleicht spart sich jemand anderes die Beule. Das ist keine altruistische Geste, sondern ein fairer Tausch: Ich profitiere von dem, was die Community teilt, also gebe ich zurück, was ich kann.
Der angenehme Nebeneffekt: Schreiben zwingt zum Denken. Wenn ich einen Workflow beschreiben muss, merke ich oft erst, wo die Schwachstellen sind. Was sich beim Coden noch nach guter Idee anfühlt, entlarvt sich beim Aufschreiben als bequemer Workaround. Insofern blogge ich auch ein bisschen für mich selbst.
Wenn dir das hier also irgendwann mal eine halbe Stunde Sucherei erspart — gerne. Und wenn du selbst etwas beizutragen hast: schreib’s auf. Die nächste Person freut sich.

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